Unser Winterurlaub 2026

 

23.02.2026

 

Auf Urlaubstour nach Lanzarote

 

Hallo in die Runde,

unsere diesjährige Winter- Urlaubsreise führt uns auf die Kanaren- Insel Lanzarote und wir möchten euch wie gewohnt wieder mitnehmen.

Hinweis: Das Smartphone beim ansehen und lesen am besten quer halten.

 

Eigentlich hatten wir die letzten Jahre die Weihnachtszeit als Winterreisezeit auserkoren. Im vergangenen Jahr klappte das nicht. Ursprünglich wollten wir da nach Madeira. Jetzt im Februar / März ist es uns auf dieser Insel etwas zu frisch. Da wir Gran Canaria schon mehrmals besucht hatten, kamen wir nun auf Lanzarote. 

Die beste Vegetationszeit auf der Vulkaninsel ist vom Februar / März bis April. Wir kommen also zur richtigen Zeit an. 

 

Die durchschnittlichen Temperaturen liegen zwischen 23 und 25 Grad, bei einem mehr oder weniger anhaltenden frischen Wind um die Windstärke 4. 

In dieser Woche, also bis zu unserer Anreise am 28. Februar, herrscht auf Lanzarote die Calima. Sie ist eine Wetterlage mit Ostwind und pustet den Sand bzw. Saharastaub aus Afrika herüber und treibt die Temperaturen nach oben in Richtung 30 Grad. Das hatten wir auch schon auf Gran Canaria erlebt, es ist sehr unangenehm. 

Bei der Suche nach einer Unterkunft haben wir so unsere Vorstellungen. Wer unsere zurückliegenden Reisen mitverfolgt hat, der weiß, dass ein Hotel nicht in Frage kommt. Also wieder suchen nach einer Ferienwohnung oder Haus, nach Möglichkeit mit Meerblick. Und auch diese mal wurden wir auf Booking fündig. 

Wir schlagen unser Domizil in Playa Honda, in der Casa La Barca etwa 100 Meter vom Strand Playa de Guasimeta entfernt, auf. Die Bewertung der 70 m² großen Ferienwohnung liegt  bei 9,8.  Wir werden dann im Detail von vor Ort berichten.

Bei Ankunft steht für uns ein Mietwagen bereit. Es ist ein VW T-Cross Automatik welchen wir über die ADAC - Autovermietung bei Avis gebucht hatten. Für 490 € für die 14 Tage durchaus als günstig zu bezeichnen. Da hatten wir z. B. auf den Azooren ganz andere Preise erlebt. 

Den Flieger haben wir wie gehabt über Opodo gebucht. Anbieter ist Ryan Air, welche es überhaupt nicht gut fanden, dass wir über das Buchungsportal gingen. Opodo bestätigte dieses Problem, wird sich aber kümmern. So hoffen wir, dass der Check- In online funktioniert. Ansonsten müssen wir am Ryan Air Schalter zwei Stunden vor Abflug aufschlagen und für den Check- in 50 € pro Nase berappen. Auch darüber wird es dann eine Info geben. 

In Vorbereitung auf die Reise schauen wir gerne zum Urlaubsziel. Dabei helfen die Webcams. Auf Lanzarote gibt es eine Vielzahl dieser Kameras. Die Webseite "Kanarenzeit" hat die Webcams der Insel auf einen Blick. 

Natürlich interessiert auch das Wetter. Es gibt natürlich unendlich viele, darunter auch die Gängigen wie Wetter Online oder Wetter.com. Meiner Meinung nach ist spezifisch für Lanzarote die Seite "Metoblue" die aussagekräftigste. 

Über die Webseite "Get Your Guide" bekommt man einen Überblick über mögliche  geführte Touren, deren Preise, sowie einer direkten Buchung. 


27.02.2026

 

Hallo in die Runde,

unser Abreisetermin nähert sich und die Mail von Opodo ist angekommen. Wie ich erwartet hatte, können sie für uns den Check- in bei Ryan Air nicht durchführen.

Dieses Prozedere hatte ich aber schon in den zeitlichen Ablauf eingeplant. Spannend wird es mit der versprochenen Rückerstattung, denn Ryan Air will laut ihrer Auskunft für vor Ort 50 €. Ich werde dann darüber berichten.

Wir werden also morgen früh um 2 Uhr los düsen. Wie gehabt, haben wir uns auch dieses mal am BER im Parkhaus 2 eingebucht. Inzwischen haben die dort doch tatsächlich eine Kennz.- Erkennung, was vor allem die Ausfahrt sehr vereinfacht. 


01.03.2026

 

Hallo in die Runde. 

Ich melde mich pünktlich zum heutigen Frühlingsanfang. Wir waren gestern gut angekommen. 

Bevor ich drauf eingehe, noch etwas zu unserer Abreise.

Wie bereits geschrieben, erkennt Ryan Air keinen Drittanbieter an, also keine von die vielen Such- Webseiten wie eben Opodo. Das hat zur Folge, dass man zwar den Sitzplatz sicher hat und an den Anbieter / Opodo sämtliche Gebühren bezahlt. 

Das Problem ist, dass ein Check- In im Vorfeld nicht funktioniert es sei denn, man hat eine funktionierende Kamera am PC und ein Ausweis- Lesegerät. Dann kann man sich für 56 Cent Gebühr pro Nase bei Ryan Air anmelden. Wenn nicht, dann heißt es 2 Stunden vor Abflug am Schalter zu erscheinen. Das taten wir dann auch und die nette "Abfertigungs"- Mitarbeiterin zuckte bedauernd die Schultern und sagte uns, damit verdient R<an Air u.a. sein Geld. Das bedeutete, das wir 55 € pro Nase zu bezahlen hatten. Dafür brauchten wir dann aber nicht die elektronischen Check- In und Gepäck Registiermaschinen bedienen. Gleichbedeutend war diese Erfahrung aber auch für unseren Rückflug wichtig, denn dann heißt es wieder insgesamt 110 € "Service"- Gebühr zu berappen. Aus einem Billig- Flieger wird irgend etwas mit First......

 

Vielleicht noch eine Erfahrung zu den Parkhäusern, wenn man diese dem Schuttle- Dienst von den Parkplätzen bevorzugt.

Bisher sind wir immer vom T1 abgeflogen und somit machen sich die Parkhäuser 1 bis 3 sehr gut. Ich hätte nun mehr aufpassen sollen, so hätte ich mitbekommen, dass wir dieses mal vom T2 abheben. Somit war für uns das Parkhaus 2 völlig daneben. Ein ordentlicher Fußmarsch war das Ergebnis. Für T2 macht sich das Parkhaus 8 am besten. 

Pünktlich 6.15 Uhr hob der Flieger ab, um Pünktlich 10.15 Uhr Lanzarote- Zeit anzukommen. Der Zeitunterschied beträgt eine Stunde, heißt in Deutschland war es 11.15 Uhr.

Der Flug war ruhig. Der Service stimmte voll und ganz, nur diese Sardinenbüchse mit ihren nicht beweglichen Plastestühlen mit der nur angedeutetem Kopfstütze verlangte schon einiges ab.

 

 

Am Himmel war ordentlich Gewimmel. Übrigens, den Flieger unter uns, den hatten wir nach etwa 30 Minuten überholt, wenn man das am Himmel so sagt.

Die Landung war etwas ruppig. Der Anflug ging über das Meer und auf der Insel herrschten ordentliche Böen von bis zu etwa 75 Km/h. Da das aber normal ist, bedeutet es auch für die Flieger etwas normales. 

Da relaxtes Aussteigen, Gepäck in Empfang nehmen und zu Schuttle- Service vom Autovermieter Avis. Dort eine zügige Fahrzeug- Übergabe und ab ging es. Bis zur Unterkunft 10 Minuten Fahrzeit.

Im Vorfeld hatten wir bereits über Whats- App Kontakt zu Luis, dem Eigentümer unserer Unterkunft. Wir waren etwas früh dran, denn der Einlass war ursprünglich und offiziell ab 16 Uhr. Wir tauchten etwa früher auf. Ein cooles Treffen mit Objektführung und Schlüsselübergabe. Luis kann perfekt deutsch und von daher alles bestens. Da das Objekt sich noch in einer Reinigungsphase befand, machten wir uns auf den Weg zum großen Dailand Shopping Center 

Gegen 15 Uhr war dann unsere Unterkunftsbesiedelung. Sie entsprach voll und ganz den gemachten Angaben und Bewertungen auf Booking. 

Dort sind bereits viele Fotos zu sehen, ich möchte aber hier unseren eigenen Wahrnehmungen zeigen.

Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten, machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Playa Honda. Von der Unterkunft bis zum Atlantik und dem Playa Honda sind es gerade einmal 100 Meter. Dort reihen sich gleich einmal vier kleine Restaurants aneinander. Die werden wir mal in den nächsten Tagen aufsuchen.

Hier ein paar Impressionen 


02.03.2026

 

Hallo in die Runde.

Gestern hatten wir unsere erst größere Unternehmung. Wir hatten im Reiseführer gelesen, dass immer Sonntags in dem Ort Teguise ein großer Markt statt findet. Also machten wir uns auf den Weg. Mit knapp 20 Km und 25 Minuten Fahrzeit waren wir dann vor Ort. Anscheinend hatten sich alle Touris der Insel versammelt, so zumindest gefühlt. 

Es ist ein toller Ort, welchen wir aber noch einmal ohne Markt besuchen werden. Auf dem Markt konnte man den lieben langen Tag verbringen, so umfangreich war er. Interessant waren vor allem die Obst- und Gemüsestände, sowie das Angebot von heimischen Gebäck bis zu einheimischen Imbiss. Es war also für jeden Geschmack etwas und das Wetter spielte mit. Da der Markt sehr großräumig angelegt war, war das Gedränge erträglich. Es gab ausreichend Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe und bei 2 € Parkgebühr  konnte man überhaupt nicht meckern.

Hier nun einige Foto- Impressionen:

Von Teguise konnte man auf dem angrenzenden Vulkan Guanapay auf über 130 Meter Höhe die Burg Castillo de Santa Barbara sehen. Das war unser nächstes Ziel. Von Teguise dorthin war es ein Katzensprung. Etwa 10 Minuten Fahrzeit, Serpentinen nach oben, konnte wir dann direkt an dem Bauwerk parken. Es wehte ein ordentliches Lüftchen. 

Nach Besichtigung gingen wir noch ein Stück auf dem Kraterrand entlang. Eine herrliche Weitsicht bis rüber zur Westküste, welche unser letzter Zielort sein sollte..

Auf dem Weg zur Westküste, machten wir noch einen Halt an der alten Kalkbrennerei Caleras de Teguise. Diese Kalköfen waren bis in den 60 iger Jahren aktiv. 

Man kann die alten Anlagen und Umgebung gewissermaßen als Lost Places bezeichnen. Es ist bizarr anzusehen, zumal die Anfahrt dorthin, nicht gerade einlädt und so waren wir dann auch weit und breit die Einzigen. 

Von den Kalköfen ging es dann quer Beet über die Insel bis zum Playa de San Juan und dem Ort La Caleta de Famara, eine Surfer- Hochburg mit Aussteiger- Feeling, welcher unmittelbar an der Sandwüste von El Jable liegt

Die Umgebung ist eingerahmt von uralten Vulkanen und auf der gegenüberliegenden Seite ist die kleine Insel Graciosa zu sehen. Sie kann mit der Fähre besucht werden.

In dem kleinen Ort besuchten wir noch eines der kleinen wirklich urischen Bars / Kaffees.

So schlicht, die Stühle und Schirme einfach in den Sand gepflanzt und Menschen die gut drauf sind, dass ist Urlaub. 

Insgesamt betrug die Hin Tour, incl. Ausflugsziele, lediglich knapp 30 Km. Die angegebene Fahrzeit von 45 Minuten, wäre ohne Stopp. Daran erkennt man, wie klein Lanzarote doch an und für sich ist. 

 

Zu Hause angekommen, machten wir uns noch einmal auf den Weg um die Ecke zu einem der kleinen Restaurants. 

Gebackene Kartoffeln, heimischer Käse und Garnelen war unsere Abendmalzeit und das Ende des Urlaubstages. 

 


03.03.2026

 

Hallo in die Runde.

 

Bevor ich auf unseren gestrigen Tag eingehe, etwas Wetter- technisches. Das hier eine ständige Prise herrscht ist normal. Windstärken um die 4 sind angesagt. Gestern Abend frischte des dann aber bis auf 6 und etwa 70 km/h auf, bedeutet Warnstufe gelb und an einigen Stellen bis 5 Meter hohe Wellen, und Regen setzte ein.

Immer wieder Schauer, welche bis in die Morgenstunden anhielten. Sie bescherten einen schönen Regenbogen. 

 

 

Nun zu unserer gestrigen Rundtour, welche uns zum südlichen und dann westlichen Teil der Insel führte.

Insgesamt war sie etwa 60 Kilometer lang und noch einmal 28 Kilometer für die Rücktour.

 

Das erste Ziel war der Ort Puerto del Carmen

Puerto del Carmen ist ein Ferienort an der Südostküste der Insel. Es gibt Strände wie den sandigen Playa Grande und den für eine stete Brise bekannten Matagorda. Fischerboote liegen im alten Hafen El Varadero. Die Strandpromenade Avenida de las Playas ist von Geschäften, Restaurants und belebten Nachtclubs gesäumt. 

Ein Ferienort bedeutet touristische "Bettenburg". So reiht sich ein Ferienhaus an das andere. Lohnenswert ist der kleine Hafen und hier die exklusiven Ferienhäuser/Wohnungen direkt am Steg. 

 

Von Puerto del Carmen ging es etwas ins Insel- Innere zum nächsten Halt, der Lanzarote A Caballo

Hier kann man Inselbereiche auf verschiedenste Art und Weise erkunden. Dazu gehören Buggys, wie aber auch Pferde und/oder Kamele. Das scheint eine der spektakulären Möglichkeiten zu sein, die vulkanischen und Küstenlandschaften zu entdecken. Für die Buggys gibt Optionen für Anfänger und erfahrene Fahrer in verschiedenen Teilen der Insel. Pferd und Kamel haben uns nicht so überzeugt, sie sahen eher recht lethargisch aus. Aber das war unsere subjektive Wahrnehmung. 

 

Nach einer kleinen Kaffee- Pause setzten wir unsere Tour weiter fort. Es ist einfach faszinierend, wenn man durch die wilde und oft sehr karge Landschaft fährt. Vor einem tauchen immer wieder die Berge auf, welche ja keine sind, sondern uralte längst erloschene Vulkane. 

Der letzte Vulkanausbruch auf Lanzarote ereignete sich im Jahr 1824. Dieser Ausbruch dauerte etwa drei Monate und brachte die Vulkane Tao, Nuevo del Fuego (Chinero) und Tinguatón hervor. Zuvor gab es zwischen 1730 und 1736 die historisch bedeutenderen, lang anhaltenden Ausbrüche, die den heutigen Timanfaya-Nationalpark schufen. 

Unsere Tour führte uns an die Südspitze nach El Papagayo. Es handelt sich um einen ausgedehnten Strandbereich im Südosten und werden vielfach als Traumstrände bezeichnet. Sie gelten als eines der schönsten Badereviere der Kanaren schlechthin. Die Region gehört zum Naturschutzgebiet Monumento Natural de los Ajaches und ist damit weitgehend vor Bebauung geschützt.

 

Die Papagayo-Strände besteht aus sieben bis zu etwa 400 Meter langen und bis 85 Meter breiten feinsandigen Stränden. Namensgeber des Gebietes soll ein im 16. Jahrhundert vor der Küste gesunkenes Piratenschiff namens El Papagayo gewesen sein.

Man erreicht die Strände u.a. mit dem Auto über eine Schotterpiste. Die Benutzung ist kostenpflichtig und an einem Einfahrts- Häuschen werden 3 € fällig.

Wichtiger Hinweis: Barzahlung geht nicht, nur Karte. 

Die Gaststätte hat Sonntags und Montags geschlossen.

Von diesem Idyll, ob es zur Hochsaison auch so bezeichnet werden kann, wagen wir zu bezweifeln, ging es in Richtung Playa Blanca weiter. Auch ein absoluter Touristenort mit vielen hochdekorierten Hotels. Es ist wirklich zugepflastert. Wenn man dem überhaupt etwas abgewinnen kann, dann nur, dass hier keine höheren Bauten gestattet sind. 

Weiter ging es zu den Salinas de Janubio. Es ist die größte Salzgewinnungsanlage, welche ihr Produktion über die Jahre nach unten gefahren hat. Derzeit werden über ein Familienbetrieb lediglich 2.000 Tonnen pro Jahr gewonnen.

Es werden 90-minütige Führungen angeboten, um mehr über den handwerklichen Prozess der Salzgewinnung zu erfahren.

Den Abschluss unserer gestrigen Reise machte der pechschwarze Strand Playa de Janubio. 

Der etwa 800 Meter lange Janubio Strand  ist ein spektakulärer vulkanischer schwarzer Sandstrand an der Südwestküste von Lanzarote in der Gemeinde Yaiza. Er ist berühmt für seine dramatische Landschaft, die durch den Kontrast zwischen dem Schwarzen des Sandes, dem Blau des Atlantiks und dem farbenfrohen Licht gebildet wird. Wegen des starken Wellengangs und starken Strömungen an diesem Küstenabschnitt bietet sich der Strand eher für Spaziergänge als fürs Badevergnügen an. Eine Strandwache gibt es nicht. 

In dem schwarzen Sand soll man immer wieder kleine grüne Olivensteinchen finden. Das ist zumindest in den Reiseführern zu lesen, nur wir haben trotz intensiver Bemühungen keine Gefunden. Dennoch war ein ein faszinierender Ort, welchen man unbedingt gesehen haben sollte um auch die Urkräfte der Natur zu erahnen. 

Von diesem Ort verabschiedeten wir uns wieder in Richtung Unterkunft. Einmal Quer über die Insel machte wieder knapp 30 Kilometer.

Zum Abendbrot kehrten wir im nahe gelegenen Restaurant La Cofradia. Sehr schmackhaft und guter Service lassen uns diese Einrichtung empfehlen. 

 


05.03.2026

 

Hallo in die Runde.

 

In den letzten beiden Tagen haben wir das Aquarium und die Hauptstadt von Lanzarote besucht.

Das Lanzarote-Aquarium, welches sich in Costa Teguise befindet, ist das größte Aquarium auf den Kanarischen Inseln mit mehr als einer Million Litern Wasser, verteilt auf 33 Becken, die Hunderte von Meeresarten beherbergen. Der Besuch dauert meist zwischen 1 und 2 Stunden. Das Aquarium bietet Zugang für Rollstühle, angepasste Parkplätze und Aufzüge. Es ist wunderbar anzuschauen und die 16 € pro Erwachsener sind voll gerechtfertigt. 

 

In dem Videoclip habe ich einen Zusammenschnitt von verschiedenen Becken gemacht. 

 

Als nächstes besuchten wir das berühmteste Schiffswrack auf Lanzarote. Dabei handelt es sich um die Telamon, ehemals Temple Hall. 

Es ist ein 1953 gebauter griechischer Frachter, der am 31. Oktober 1981 nach einem Leck vor der Küste zwischen Arrecife und Costa Teguise auf Grund gesetzt wurde. Der Frachter war mit Baumstämmen von der Elfenbeinküste nach Thessaloniki unterwegs. Nach einem Wassereinbruch wurde es in die Bucht bei Arrecife geschleppt, um den Hafen nicht zu blockieren. Das Wrack liegt in der Nähe von Las Caletas/Puerto de Los Mármoles und ist ein beliebtes Fotomotiv. Man muß sich aber etwas beeilen, denn es kann in den nächsten Jahren verschwunden sein. Seit 2022 wird es Stück für Stück demontiert.

Der Ausflug zur Hauptstadt Arricife hat einen kompletten Tag in Anspruch genommen, da es hier so einiges zu sehen gab.

Die Stadt mit ihren etwa 71.000 Einwohnern (etwa die Hälfte aller auf Lanzarote Lebenden) kann man nicht gerade als die touristische Hochburg bezeichnen. Man ist aber dabei sie in diese Richtung zu entwickeln. So wurden zwei große Plätze saniert und zu einer Flaniermeile ausgebaut. Die Häuserfront hat leider kaum noch etwas mit seiner Historie zu tun. Man muß schon nach alten Sachen suchen. Zu empfehlen ist auch der Gang in der zweiten und dritten Reihe, wo man versteckt kleine Cafés findet.  Ein markanter Punkt, welcher auch von weitem zu sehen ist, ist das Gran Hotel & Spa. Das 17- geschossige Bauwerk wird als die einzige Bausünde von Lanzarote bezeichnet. 

Gegenüber von Arrecife liegt u.a. die Insel Isolte de Fermina. Die Islote de la Fermina, eine 14.000 m² Erholungsoase mitten in der Bucht von Arrecife die einlädt, die Schönheit und Ruhe der Insel zu entdecken. Sie wurde in den 70er Jahren vom kanarischen Künstler César Manrique umgestaltet. Die Insel hat ihren Namen von Fermina García Santana, einem Pionier des Schiffsbaus, der 1918 eine Verwaltungskonzession für die Errichtung einer Werft auf der damaligen Islote del Quebrado erhielt. Die Insel verfügt über ein 3.600 Quadratmeter großes Schwimmbad, welches aber noch nicht eröffnet wurde.

 

Weiter ging es zu einer Festung, dem Castillo de San Gabriel. Es wurde im Auftrag von König Philipp II etwa um 1590 mitsamt Wachhäuschen und Glockenturm auf der kleinen vor Arrecife gelegene Insel Islote de los Ingleses erbaut. Dorthin gelangt man über einen steinernen Steg und der Zugbrücke Puente de las Bolas. Die Festung und die Brücke sind inzwischen das Wahrzeichen der Hauptstadt Arrecife. In der Festung befindet sich ein Museum. Auf Grund der geringen räumliche Kapazität ist immer wieder mit einer Wartezeit zu rechnen.

 


07.03.2026

 

Hallo in die Runde

Jetzt geht es weiter mit unseren Ausflügen. 

Einer war das Wohnhaus des auf Lanzarote allseits bekannten Künstler Cesar Manrique. Bevor ich dazu komme, vielleicht etwas über den Künstler, welcher Lanzarote sehr geprägt hat. 

César Manrique (1919–1992) war ein einflussreicher spanischer Künstler, Architekt und Umweltschützer, der Lanzarote durch nachhaltige Projekte prägte. Er verwandelte Lanzarote in ein Gesamtkunstwerk, indem er den Tourismus respektvoll in die Landschaft integrierte. Bekannte Werke sind Jameos del Agua: Ein in Lavahöhlen integrierter Konzertsaal und Pool. Jardín de Cactus: Ein Kaktusgarten in einem alten Steinbruch. Fundación César Manrique: Sein ehemaliges, in Lavablasen gebautes Wohnhaus, heute ein Museum. Mirador del Río: Ein Aussichtspunkt mit weitem Blick. El Diablo: Restaurant im Timanfaya-Nationalpark. Manrique starb 1992 bei einem Verkehrsunfall auf Lanzarote.

Sein Wohnhaus ist schon etwas einzigartiges. Ähnliches haben wir auf unseren Reisen noch nicht gesehen.

Von dort ging es weiter zu einem Muss wenn man Lanzarote bereist. Es handelt sich um den Jardin de Cactus. Die Kaktusgarten ist ein beeindruckender botanischer Garten und es war die letzte größere Intervention von César Manrique auf der Insel. Der 1990 eingeweihte Garten befindet sich auf einem alten Steinbruch, der in ein natürliches Amphitheater umgewandelt wurde und eine umfangreiche botanische Sammlung von 500 Kakteenarten und 4.500 Exemplare beherbergt.

 

Vor einer Woche hatte wir über den sonntäglichen Wochenmarkt in Teguise berichtet. Jetzt hatten wir den Ort noch einmal in aller Ruhe und ohne Touri- Stress besucht. 

Teguise war bis 1852 die Hauptstadt von Lanzarote und wurde dann durch Arrecife abgelöst. Die Altstadt wurde aufgrund ihres architektonischen, historischen und künstlerischen Erbes unter Denkmalschutz gestellt. Als einer der ältesten Orte auf Lanzarote hat Teguise auch so manches Mal ruhmreiche Geschichte geschrieben. Heute kann man die Atmosphäre des historischen Stadtkerns bei einem Spaziergang durch die gepflasterten Straßen genießen.

 


Unsere nächste Tour führte uns entlang der Ostküste Richtung Nordspitze. Auf dem Weg lag unter anderem die viel angepriesene Sehenswürdigkeit Jameos del Augua

Es handelt sich hier um einen einzigartigen Naturraum, der vor etwa 4.000 Jahren durch den Ausbruch des Vulkans Corona entstand und vom Künstler Cèsar Manriqu in einem harmonischen Werk aus Kunst und Natur verwandelt wurde. Der Vulkantunnel ist Teil einer 6 km langen Lavakule, von der 1,5 km unter dem Meeresspiegel verlaufen. Im Inneren der Höhle befindet sich eine vom Meer gefilterte Salzwasserlagune. Es ist der einzige Lebensraum der winzigen blinden Albino-Krabbe, ein Symbol des Ortes und eine vom Aussterben bedrohte Art.

Aber wie üblich, sind solche Hotspots belagert und wir hatten echt keine Lust, uns in die lange Reihe der Wartenden einzureihen.

Also ging es weiter und wir wurden mit einer herrlichen Sicht und relativer Einsamkeit am Meer belohnt. 

Bei unserer Fahr an die Nordspitze machten wir einen Halt an einer Surfer- Hochburg. Bei einer Tasse Kaffee und etwas fröstelnd, schauten wir den im Meer auf die Wellen wartenden zu. 

Etliche Stopps waren auf dem Weg bis zum Ziel. Darunter eine Art Lagune, in welcher man trotz unwahrscheinlich einladendem Flair nicht baden sollte. Es handelt sich um ein kleines 3 cm großes Tierchen, der blauen Ozeanschnecke oder auch blauer Drache genannt.

Das Foto habe ich nicht geschossen, sondern aus dem Internet hochgeladen. Diese kleine Tierchen ist invasiv und kann erheblich Unannehmlichkeiten verursachen. 

Sie ist giftiger als so manche Quallen und führt häufig zu einem Krankenhausaufenthalt. 

An den betroffenen Stränden sind entsprechende Warnschilder und man sollte möglichst auch nicht im Wasser umherlaufen, denn die Tierchen sind schlecht auszumachen.

Jetzt noch einige Bilder, welche wir entlang unserer Tour gemacht haben. Dabei auch Fischerhütten bzw. Schutz, welche wie Lost Places in der Vulkanlandschaft anmuteten.

Unser Endziel an diesem Tag war die Nordspitze mit dem kleinen Hafenort Orzola. Von hier geht die Personenfähre rüber zu der Insel La Graciosa. Man muß schon einen robusten Magen haben, um das Schaukeln gut weg zu stecken. Es schaukelt hier immer. Auf der Insel mit ihren 700 Einwohnern ist KfZ- Verbot. 

Auf dem Rückweg fuhren wir am Monte Corona vorbei und machten einen kurzen Halt. Vom Punkt La Corona, konnte man die Ost- und Westküste von Lanzarote in einem Blick haben. Es war ein wunderbares Bild.

 


10.03.2026

 

Hallo in die Runde.

Wir hatten einen weiteren Ausflug welcher sehenswert war und ist.

Das ehemalige Anwesen des weltberühmten Schauspielers Omar Sharif. Es handelt sich um ein s.g. Museum "LagOmar" im Ort Nazaret.

Es ist ein einzigartiger Ort auf Lanzarote, einer der spektakulärsten Privatbesitzungen der Insel. Es ist ein vulkanischer Garten, ein Labyrinth und das berühmte Haus von Omar Sharif für einen kurzen Moment. Hier wurde die Architektur vollständig in die Umgebung integriert ist. Es fungierte kein Geringerer als der berühmte Künstler Cesar Manrique, welcher im Auftrage des damaligen Immobilienbesitzer Sam Benady tätig war. In den frühen 70er Jahren wurde erzählt, dass Omar Sharif nach Lanzarote kam, um hier „Die geheimnisvolle Insel“ zu drehen. Dabei soll er sich in LagOmar verliebt und es gekauft haben. Bei einem Bridge- Spiel hatte er es kurze Zeit später wieder verloren und soll seit dem nie wieder nach Lanzarote gekommen sein, soweit die Geschichte. Seit 1997 wurde das Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

 

 

Als erstes ein paar historische Fotos u.a. mit Omar Sharif, seinen Gästen und den spektakulären Karten, welche ihn der Legende nach das Haus aus den Fingern gleiten ließ.

 

 

Hier Fotos über das Anwesen in der heutigen Zeit, einschließlich des berühmten Hauses

Natürlich gibt es auch hierzu einen kleinen Clip, welcher das schöne Refugium noch etwas verdeutlicht. 


12.03.2026

 

Hallo in die Runde.

Hier kommen noch zwei weitere Ausflüge. Einmal in die Küstenlandschaft und dann zu einer der Strand- Touristen- Hochburgen.

Bei der Küstentour ging es nach El Golfo auf die Westseite der Insel. 

El Golfo ist ein malerisches Fischerdorf an der Südwestküste von Lanzarote, bekannt für seine weißen Häuser, exzellenten Fischrestaurants und die spektakuläre grüne Lagune „Charco de los Clicos“. Gelegen im Parque Natural de los Volcanes, bietet es eine beeindruckende Kulisse aus Lavafeldern, schwarzem Sandstrand und tosendem Atlantik. 

Der Charco de los Clicos (auch Lago Verde) ist ein beeindruckender, smaragdgrüner Kratersee nahe dem Dorf El Golfo. Er liegt in einem teilweise im Meer versunkenen Vulkankrater, getrennt durch schwarzen Sandstrand. Die intensive Farbe entsteht durch Algen, während das Wasser durch unterirdische Spalten mit dem Atlantik verbunden ist. Der See ist ein geschütztes Naturreservat (Teil des Parque Natural de los Volcanes). Baden ist nicht erlaubt.

Dazu auch ein kleiner Clip

 

Nun zu unserem nächsten Ziel, Puerto del Carmen. Der Ort wird als das lebendigste Tourismuszentrum auf Lanzarote bezeichnet und bietet eine Mischung aus entspanntem Strandleben und abwechslungsreichem Entertainment. Die über 6 km langen Strände wie Playa Grande und Los Pocillos laden zum Sonnenbaden ein. Wir sind einmal die Promenadenstraße abgelaufen. Man muß das mögen. Urlaubs- Häuser reihen sich aneinander, Hotels dazwischen. Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Inseln ist, dass es hier keine Bettenhochburgen gibt. Ansonsten wälzen sich in der Hochsaison Menschenmassen durch den Ort, welcher jetzt im März schon recht gut besucht war. Laut Statistik können sich bis zu 35.000 Urlauber gleichzeitig niederlassen.


Unser Urlaub auf Lanzarote nähert sich dem Ende und es bleibt ein Fazit zu ziehen. Eines gleich zu Anfang: Wir werden die Insel nicht noch einmal besuchen. 

Für viele wird wohl bei einem Ja oder Nein zum Urlaub auf dieser Insel die Antwort Ja lauten.

 

 Lanzarote ist eine Insel der Kontraste, man mag die Insel, oder man mag sie nicht.

Sie bietet auf jeden Fall eine spektakuläre Natur, welche oft als „Mondlandschaft“ beschrieben wird. Der Künstler César Manrique, er taucht in unserer Beschreibung des Öfteren auf, hat die Insel geprägt wie kein anderer. Orte wie die Jameos del Agua oder der Kaktusgarten verbinden Natur und Architektur auf einzigartige Weise.

Wissen muß man, dass auf, um und über Lanzarote ein stetiger Wind herrscht, was wir ehrlichkeitshalber völlig unterschätzt hatten. Auf jeden Fall ist der Wind er toll für die Surfer, kann aber am Strand oder beim Wandern störend sein. Wer dichte Wälder oder saftige Wiesen sucht, wird enttäuscht. Die Insel ist karg, wüstenähnlich und vulkanisch geprägt, wobei sie in diesem Frühjahr durch außergewöhnlich viel Regen recht „Blumig“ daherkam.

Wir verabschieden uns hier noch mit ein paar Fotos und hoffen es hat beim Mitlesen und Mitverfolgen etwas Spaß gemacht.

 

 

Bis zu unserer nächsten Reise Biggi und Ingo

Unser Abflug


Kommentare: 1
  • #1

    Juergen.jungnickel (Donnerstag, 26 Februar 2026 15:18)

    Hallo Ingo,
    ist nicht jedermanns Sache soweit ich weis.
    Aber...auf jedenfall interessant für neue Erlebnisse. War vor vielen Jahren auf El Hiero; hat mich schon sehr beeindruckt.
    Wünsche Euch eine gute Zeit dort.
    LG. Jürgen